, ,

Krankenhausreform: Warum FHIR der Schlüssel zur Transformation ist

Warum FHIR der Schlüssel zur Transformation ist

Mit der Krankenhausreform stehen IT-Verantwortliche in deutsche Krankenhäusern vor einer grundlegenden Frage: Wie wird aus der vorhandenen fragmentierten IT-Landschaft eine robuste, interoperable Gesamtarchitektur – und das innerhalb der engen Fristen des KHTF? Wer diese Frage frühzeitig und strategisch beantwortet, sichert sich nicht nur Fördermittel, sondern auch eine technische Basis, die langfristig trägt. HL7® FHIR® spielt dabei eine zentrale Rolle – warum, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Der gesetzliche Rahmen: KHVVG/KHAG und KHTF

Die Bundesregierung will das Gesundheitswesen grundlegend modernisieren und finanziell zukunftsfest machen:

  • Den gesetzlichen Rahmen dafür bildet das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG).
  • Das Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) konkretisiert und passt die praktische Umsetzung der Krankenhausreform gemäß KHVVG an.
  • Flankiert wird es durch den Krankenhaustransformationsfonds (KHTF), der bis zu 50 Milliarden Euro bereitstellt, um Krankenhäusern den Wandel zu ermöglichen.

Krankenhäuser können Projekte für acht gesetzlich festgelegte Fördertatbestände einreichen. Dazu gehören unter anderem sektorenübergreifende Versorgungsstrukturen, regionale Krankenhausverbünde und Telemedizin. Auch IT-Projekte, die die Ziele des jeweiligen Fördertatbestands unterstützen, sind förderfähig. Dies betrifft insbesondere Vorhaben zur IT-Interoperabilität, Datensynchronisation und IT-Sicherheit.

Wichtig ist, dass Krankenhäuser die Fördermittel nicht direkt beim BAS beantragen. Die offizielle Antragstellung erfolgt durch das jeweilige Bundesland, das die eingereichten Projekte bewertet, priorisiert und in die Förderanträge integriert.

Erfolgreiche Transformationsvorhaben erfordern daher eine enge Zusammenarbeit zwischen medizinischen Einrichtungen, politischen Entscheidungsträgern und Technologiepartnern, die interoperable Informationsflüsse ermöglichen.

Die Herausforderung: komplexe IT-Landschaften und fragmentierte Daten

Die Krankenhausreform stellt die IT-Abteilungen von Krankenhäusern vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Statt sich – wie zuletzt beim KHZG (Krankenhauszukunftsgesetz) – auf einzelne Digitalisierungsprojekte zu konzentrieren, müssen sie nun eine durchgängig interoperable Gesamtarchitektur aufbauen, die strengen Sicherheitsstandards und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) genügt.

Erschwert wird das durch eine historisch gewachsene IT-Infrastruktur und zahlreiche Einzelsysteme, die sich nur schwer ersetzen lassen. Daten sind verteilt, Schnittstellen oft proprietär, und die Integration neuer digitaler Dienste gestaltet sich daher schwierig. Auch der Datenaustausch mit externen Einrichtungen – zumal in Echtzeit – ist für viele Krankenhäuser bislang keine Selbstverständlichkeit, dabei ist genau dieser Austausch die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Zusammenarbeit in regionalen und sektorenübergreifenden Netzwerken.

Eine Integrationsschicht, die Daten aus bestehenden Systemen wie dem KIS kontrolliert und geschützt zugänglich macht, wird damit unverzichtbar.

Die Lösung: sicherer Datenzugriff mit FHIR

Durch Initiativen wie ISiK, die MIOs und das E-Rezept ist FHIR im deutschen Gesundheitswesen fest verankert. Damit hat sich FHIR zum De-facto-Standard für Interoperabilität entwickelt.

Bei Amaron unterstützen wir Krankenhäuser bereits seit 2009 dabei, komplexe IT-Landschaften zu harmonisieren und verschiedene digitale Systeme und Dienste miteinander zu verbinden. In Europa gehören wir zu den Pionieren beim Einsatz von FHIR.

Mit unseren Lösungen Amaron Connect und FHIR Station bieten wir Ihnen eine Integrationsplattform mit drei zentralen Vorteilen:

  • Sie macht Datenströme aus Ihren Bestandssystemen (HL7v2) und aus FHIR-Repositorys (CDRs) beliebiger Anbieter kontrolliert und sicher für FHIR-fähige Anwendungen und Dienste zugänglich.
  • Sie integriert moderne Anwendungen nahtlos.
  • Sie ermöglicht Ihre Transformation, ohne dass Sie Ihre bestehende Infrastruktur komplett austauschen müssen.

Auch für die Sicherheit Ihrer Daten ist gesorgt:

  • Die Authentifizierung erfolgt tokenbasiert (OAuth 2.0/OpenID Connect).
  • Der Zugriff wird granular über Rollen, Kontext und Patienteneinwilligung gesteuert.
  • Wir sind nach ISO 27001 und NEN 7510 zertifiziert und arbeiten damit nach den höchsten Standards für Informationssicherheit und Datenschutz im Gesundheitswesen.

KHTF finanziert. EHDS fordert. FHIR verbindet.

Der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) verpflichtet den Gesundheitssektor unter anderem dazu, ab 2029 Patientenkurzakten (International patient Summaries – IPS) grenzüberschreitend auszutauschen. Mit unserem Wissen und unserer Erfahrung helfen wir Ihnen nicht nur dabei, ein robustes technisches Fundament für Ihre Datenaustauschprojekte zu schaffen, sondern bereiten Ihre Einrichtung zugleich auf den EHDS vor.

Möchten Sie erfahren, wie FHIR Sie bei der Krankenhausreform voranbringt und wie Sie mit KHTF-geförderten Projekten gleichzeitig die Anforderungen des EHDS erfüllen?

Sprechen Sie uns gerne an. Gemeinsam klären wir, wie Ihr Krankenhaus den Weg zu einer erfolgreichen und sicheren Transformation gehen kann.